Eine beachtliche Risikogruppe stellen die Invaliditätsrisiken dar. Häufig ist es so, dass durch einen Unfall oder Krankheit die physische oder psychische Konstitution eines Menschen so gelitten hat, dass er nicht mehr auf absehbare Zeit oder gar nie wieder das vorherige geistige oder körperliche Potential abrufen kann. Dann spricht man allgemein von einer Invalidität, Beeinträchtigung, Pflegebedürftigkeit etc. Die wichtigsten Risiken möchten wir hier nennen:
Wenn man aufgrund von Krankheit, Unfall, Kräfteverfall oder sonstiger Ursachen seinen zuletzt ausgeübten Beruf für mindestens 6 Monate zu mehr als 50 % (in der Regel) nicht mehr ausüben kann, dann spricht man von einer Berufsunfähigkeit.
Das Versicherungsprodukt zur Absicherung dieses Risikos ist die Berufsunfähigkeitsversicherung.
Hier wird bei Eintritt einer Berufsunfähigkeit eine vereinbarte monatliche Berufsunfähigkeitsrente gezahlt.
Eine schwere Erkrankung zu bekommen stellt viele Versicherte und deren Angehörige auf eine harte Probe. Nicht selten sind die Folgen solcher schwerer Erkrankungen Auszeit vom Job oder gar Jobverlust und damit ein finanzielles Risiko. Aber nicht nur die Kompensation spielt eine Rolle. Das zusätzliche Geld wird in der Regel dazu verwendet um Kosten zu bezahlen, die die Krankenversicherungen in der Regel nicht übernehmen, wie spezielle Behandlungsmethoden, alternative Heilmethoden, Chefarztbehandlungen, ein notwendiger Umbau zu Hause oder eine berufliche Auszeit.
Das Versicherungsprodukt zur Absicherung solcher Risiken ist i.d.R. die Schwere Krankheiten Vorsorge oder auch Dread-Disease-Versicherung. Hier finden Sie ein kurzes Erklärvideo!
Im Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung wird eine feste Einmalsumme gezahlt, die zudem noch steuerfrei ist.
Grundfähigkeiten sind fest definierte Fertigkeiten der Bewegung wie, Laufen, Treppensteigen, Stehen, der Sinne wie, Sehen, Hören, Riechen, der Nutzung von Hilfsmitteln wie Autofahren, Fahrradfahren und so weiter. Wenn eine dieser Grundfähigkeiten oder mehrere verloren gehen, hat dies häufig auch den Verlust der Arbeitsstelle zur Folge und damit gehen auch finanzielle Einbußen einher.
Das Versicherungsprodukt zur Absicherung dieses Risikos ist die Grundfähigkeitenversicherung.
Hier wird bei Verlust einer Grundfähigkeit eine vereinbarte monatliche Berufsunfähigkeitsrente gezahlt.
Wenn man aufgrund von Krankheit oder Unfall solche starken körperlichen und/ oder geistigen Beeinträchtigungen hat, dass man dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen kann, dann spricht man von Erwerbsunfähigkeit. In der Regel orientieren sich die Versicherer an die gesetzlichen Regelungen. Hier muss nachgewiesen werden, dass man keine 3 Stunden pro Tag mehr irgend eine Tätigkeit ausüben kann.
Das Versicherungsprodukt zur Absicherung dieses Risikos ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung.
Hier wird bei Eintritt einer Erwerbsunfähigkeit eine vertraglich vereinbarte monatliche Rente gezahlt.
Im Dezember 2019 waren 4,13 Millionen Menschen pflegebedürftig in Deutschland. Die Intensität der Pflegebedürftigkeit wird in die sogenannten Pflegegrade 1-5 eingeteilt. Dabei kann das Risiko der Pflegebedürftigkeit nicht nur ältere Menschen treffen. Auch jüngere Menschen können durch bestimmte Schicksalsschläge zum Pflegefall werden. Wichtig ist zudem zu sagen, dass in der Regel die Kosten für ein Pflegeheim oder eine häusliche Pflege weiter steigen und das Geld der gesetzlichen Pflegeversicherung kaum ausreicht. Dies bedeutet unter Umständen hohe Zuzahlungen der Betroffenen und sogar in manchen Fällen naher Angehöriger wie den Kindern!
Das Versicherungsprodukt zur Absicherung dieses Risikos ist die private Pflegezusatzversicherung.
Hier kann je nach vertraglicher Vereinbarung ein Pflegetagegeld oder eine Pflegerente gezahlt werden.
Das Unfallrisiko ist wohl eines der bekanntesten Risiken. Als eine Säule des Sozialstaates gibt es in Deutschland die gesetzliche Unfallversicherung. Hier sind zum Großteil Arbeitnehmer gegen sogenannte betriebliche Unfälle abgesichert. Ein Unfall ist folgendermaßen definiert: "Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsstörung erleidet." Hierbei sieht man schon, dass der Unfallbegriff eher weniger mögliche Schadenszenarien umfasst da Krankheit oder Kräfteverfall nicht versichert sind.
Das Versicherungsprodukt zur Absicherung dieses Risikos ist die Unfallversicherung.
Hier kann je nach vertraglicher Vereinbarung eine einmalige Invaliditätssumme oder aber eine monatliche Unfallrente gezahlt werden.
Dies ist eines der häufigsten Risiken und nahezu jeder von uns war schon einmal arbeitsunfähig. In der Regel bekommen die Menschen dies als Risiko gar nicht so mit, da die meisten bis max. 6 Wochen arbeitsunfähig sind. In dieser Zeit gibt es eine gesetzliche Lohnfortzahlung des Arbeitgebers. In der Regel wird man erst bei einer längeren Arbeitsunfähigkeit für das Thema sensibilisiert; Einkommenseinbußen drohen, da der gesetzliche Lohnfortzahlungsanspruch nach 6 Wochen entfällt. Hier muss das fehlende Gehalt des Arbeitgebers durch andere Versicherungen ersetzt werden. Gesetzlich krankenversicherte haben einen Anspruch durch die Krankenkasse aber Achtung, man bekommt weniger als sein Nettogehalt ausgezahlt und hat so eine Lücke.
Das Versicherungsprodukt zur Absicherung dieses Risiko ist die Krankentagegeldversicherung
Hier kann je nach vertraglicher Vereinbarung ein Tagegeld zur monatlichen Auszahlung kommen
So Können Sie die Lücke berechnen!
In der nachfolgenden Tabelle haben wir die Versicherungslösungen zu den jeweiligen biometrischen Risiken für Sie zusammengefasst und nach den wichtigsten Aspekten sortiert. All diese Übersichten und Erläuterungen ersetzen allerdings nicht eine fundierte Beratung. Sprechen Sie uns gerne an. Wir nehmen uns Zeit um Ihren ganz persönlichen Absicherungsmix zu besprechen.
Versicherung/ Risiko | Geldleistung | Versicherungsfall- Auslöser | Versicherungs-umfang | Preise |
---|---|---|---|---|
Berufsunfähigkeit | monatliche Rentenzahlung | für voraussichtlich länger als 6 Monate den zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 % nicht ausüben können. | ++++++ | $$$$$$ (in Abhängigkeit von Beruf, Eintrittsalter, Vorerkrankung) |
Schwere Krankheiten | steuerfreie Einmalzahlung | Diagnose einer der Katalogkrankheiten | +++++ | $$$$$ (in Abhängigkeit von Beruf, Eintrittsalter, Vorerkrankung) |
Grundfähigkeiten | monatliche Rentenzahlung | Verlust einer der Kataloggrundfähigkeiten | ++++ | $$$$ (in Abhängigkeit von Beruf, Eintrittsalter, Vorerkrankung) |
Pflege | monatliche Rente oder Tagegeld | Ermittlung des Pflegegrades anhand eines Punktekataloges | +++ | $$$ (in Abhängigkeit von Beruf, Eintrittsalter, Vorerkrankung) |
Erwerbsunfähigkeit | monatliche Rente | Nicht länger als drei Stunden pro tag irgend eine Tätigkeit ausführen können | ++ | $$$ (in Abhängigkeit von Beruf, Eintrittsalter, Vorerkrankung) |
Unfall | steuerfreie Einmalzahlung oder monatliche Rente | Unfallbegriff: Von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis mit unfreiwilliger Gesundheitsstörung | +++ | $$ (in Abhängigkeit von Beruf, Vorerkrankung) |
Arbeitsunfähigkeit | Tagegeld | Vom Arzt festgestellte und attestierte Unfähigkeit zur Arbeit | +++ | $$ (in Abhängigkeit von Eintrittsalter, Vorerkrankung) |
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